Das Junge Sinfonische Blasorchester „Windphonics“ unter der Leitung von Hannes Schlaich und seine Ensembles zeigten sich beim Jubiläumsabend zum Zehnjährigen musikalisch von ihrer besten Seite und überzeugten durch abwechslungsreiche Programmgestaltung, klanglicher Vielfalt und hoher Qualität des Dargebotenen.

Die Festredner waren sich einig, dass Windphonics einen wichtigen Beitrag zur musikalischen Jugendausbildung leiste und ein wichtiger Teil der kulturellen Landschaft sei. Der Schirmherr des Jubiläumsjahrs, Oberbürgermeister Ralf Broß betonte insbesondere die Rolle des Orchesters bei der Verständigung und Zusammenarbeit der musiktreibenden Vereine der Region und als internatonaler Kulturbotschafter Rottweils.

Info: Das große Jubiläumskonzert der Windphonics unter der Leitung von Pietro Sarno findet am Samstag, 21. Juli zur Eröffnunung des Ferienzaubers im Kraftwerk statt.

(Pressebericht NRWZ, 14.06.2016)

Zehn Jahre Windphonics – zehn Jahre Spielfreude, Leidenschaft und Enthusiasmus, gemeinsames Musizieren, intensive Arbeitsphasen und besondere Konzerterlebnisse.

Rottweil. Gefeiert wurde am Samstag im Festsaal der Gymnasien. Dort, wo auf den Tag genau vor zehn Jahren das Premierenkonzert stattgefunden hatte. Mit rauschendem Erfolg.

Die Jubiläumsfeier war eher bescheiden und überschaubar: Viele der eingeladenen Gäste waren verhindert und konnten nicht kommen. Diejenigen, die den Weg in den Festsaal gefunden hatten, gratulierten Windphonics zum Jubiläum und sprachen von einem "einzigartigen Ensemble", "einem starken Motivator", "einer wertvollen Ergänzung zum Bestehenden".

Hervorgegangen aus einer Initiative von vier jungen Musikern, die anspruchsvolle Blasmusik auf die Bühne bringen wollten, ist das Orchester inzwischen zu einem Treffpunkt für talentierte Nachwuchsbläser der Region geworden. Bei ihren Auftritten überzeugen Windphonics jedes Mal mit klanglicher Vielfalt, Dynamik und Qualität.

Es sei ein einmaliger Zusammenschluss, in dessen Rahmen heute hochqualifizierte Berufsmusiker und Kulturmanager mit jungen Musikschülern gemeinsam Erfahrungen sammeln würden, betonte Gabriele Hammen, Leiterin der Musikschule Rottweil. Unglaubliche Qualität und Kontinuität hätten sich mittlerweile beim Projekt Windphonics entwickeln können.

Oberbürgermeister Ralf Broß, der die Schirmherrschaft für das Jubiläumsjahr der Windphonics übernommen hatte, lobte insbesondere die Bereitschaft der jungen Musiker, die Organisation der Proben und der Konzerte in die eigenen Hände zu nehmen.

"Es ist ein herausragendes Beispiel dafür, was bürgerschaftliches Engagement im regionalen und kulturellen Kontext leisten kann", so Broß. Er zeigte sich überzeugt: Das Orchester trägt viel zur Zusammenarbeit von heimischen Musikkapellen und -vereinen bei und wirkt als kultureller Botschafter für Rottweil und die Region.

"Dass ein zehnjähriges Jubiläum stattfinden kann, daran konnte am Anfang keiner glauben", verriet Simon Busch, einer der vier Initiatoren des Orchesters. Deshalb freue sich Busch besonders, dass die mutige Idee Früchte getragen habe. "Wir wollten zeigen, dass sinfonische Blaskonzerte alles andere als monoton sein können", so Busch. Er unterstrich: Die Förderung der Windphonics sei eine Investition in die Zukunft der kulturellen Vielfalt vor Ort.

Jochen Hofer, organisatorischer Leiter des Orchesters, nutzte die Gelegenheit, sich bei den vielen Unterstützern zu bedanken: Bei Michael Bayer und Gabriele Hammen von der Musikschule, bei Ralf Broß und bei der Stadtverwaltung, bei den Sponsoren und dem Ferienzauber-Team, bei den vielen Helfern, Registerprobenleitern und natürlich bei den engagierten Musikern.

Einen besonderen Dank verdiente Hannes Schlaich, der bei der Jubiläumsfeier das Dirigat übernommen hatte. Unter seiner musikalischen Leitung stellten sich das diesjährige Orchester und die einzelnen Ensembles am Samstag vor und boten dabei einen kleinen musikalischen Vorgeschmack auf das bevorstehende Jubiläumskonzert am 21. Juli im Kraftwerk.

(Pressebericht Schwarzwälder-Bote, 12.06.2016)

Federnd frisch, mit funkelnder Präzision und mitreißend leidenschaftlich – so klingt Blasmusik, wenn sie von WINDPHONICS interpretiert wird. Nun hat das junge sinfonische Blasorchester der Region, das hoch motivierte Nachwuchsmusiker und Profis zusammenführt und zu einem Aushängeschild der Musikschule Rottweil avanciert ist, zehnten Geburtstag. Das wird natürlich gebührend gefeiert – unter anderem mit einem Jubiläumsabend diesen Samstag.

Zu den Gratulanten zählt dabei Oberbürgermeister Ralf Broß, der die Musiker allerdings schon vorab beglückwünschte. WINDPHONICS sei „einzigartig“ und „ein herausragendes Beispiel dafür, was bürgerschaftliches Engagement auch im regionalen Kontext zu leisten vermag“, lobt der OB, wie der WINDPHONICS-Homepage schon dieser Tage zu entnehmen war.

Was Broß hervorhebt, ist – neben den klanglichen Qualitäten – in der Tat eines der Markenzeichen des Ensembles: Hervorgegangen aus einer Initiative von vier im Jahre 2006 noch blutjungen Musikern hat sich WINDPHONICS bis heute weitgehend selbst organisiert. Das illustriert, mit welch enormer Motivation alle bei der Sache sind.

Am Anfang stand die Idee, auf Projektbasis besonders anspruchsvolle, fordernde Stücke zu erarbeiten. Diese Idee hat gezündet – und erstaunlicherweise bis heute große Zugkraft. Um die 70 junge Musiker investieren alljährlich im Frühsommer mehrere Wochenenden, um beim schon traditionellen Jahreskonzert ein möglichst ausgereiftes Klangresultat präsentieren zu können. Die jüngsten sind um die 15 Jahre alt, aber auch Gründungsmitglieder, von denen einige Musik studiert und sich erfolgreich beruflich etabliert haben, halten dem Projektorchester die Treue.

Schon seit 2006 mit dabei ist unter anderem Jochen Hofer, bei dem mittlerweile die organisatorischen Fäden zusammenlaufen – ein fordernder Job, nicht nur wenn Konzertreisen anstehen, die das Orchester schon bis nach China geführt haben.

Wer neu dazu stoßen will, muss bei einem Probespiel überzeugen, so hoch sind die Ansprüche. Gerade das reizt offenbar viele. An Interessenten fehlt es jedenfalls nicht, wie Gabriele Hammen, die Leiterin der Rottweiler Musikschule, die bei den Vorspielen dabei ist, im Gespräch mit der NRWZ berichtet. WINDPHONICS mache dabei der Stadtkapelle und anderen Musikvereinen jedoch keine Konkurrenz, wie Hammen betont. Vielmehr biete sie Leistungsträgern eine Plattform, sich weiterzuentwickeln –eine für alle vorteilhafte Konstellation.

Als „großes Glück“ bewertet Hammen im Rückblick, dass Robert Kopf 2006 nicht nur die Initiative für das Projekt ergriff, sondern auch bis 2013 mit viel Herzblut als Dirigent den Weg von WINDPHONICS prägte.

Kopf, der mittlerweile die Münstersängerknaben leitet, hat eine sehr kollegiale Atmosphäre und vor allem ein Klangideal etabliert. Als studierter Organist dachte er den Bläserklang von der Orgel aus. Er förderte zwar Sattheit und Volumen – eine Qualität, die das Blasorchester für ihn jedem Streichorchester voraushat. Zugleich strebte er nach einem grundtönigen „deutschen“ Klang und versuchte, die kleinen Schärfen und Schrillheiten herauszufiltern, die sich in der Blasmusik schnell einschleichen.

Kopfs Ziel war ein abgerundetes, kultiviertes und dabei dynamisch-lebendiger Klangbild. Auch stilistisch hat Kopf Maßstäbe gesetzt. Denn da hatte WINDPHONICS von Beginn an keine Scheuklappen. Jazziges hat in den Programmen ebenso seinen Platz wie Big Band-Stücke, traditionelle schneidige Märsche und gewitzte Bearbeitungen – zum Beispiel von Andreas Kummerländer.

Die nachfolgenden Dirigenten Johannes Nikol und Tobias Mahl haben daran nahtlos angeknüpft – was unter anderem bei einem fulminanten Crossover-Projekt mit der Rock-Band Parka und dem Via Voce-Chor 2014 im Pflugsaal zu erleben war. Pietro Sarno, der die Stabführung gerade übernommen hat, dürfte an dieses Profil anknüpfen – ein Profil, das nicht nur beim Publikum hervorragend ankommt, sondern auch dazu beiträgt, dass die Musiker mit Begeisterung die Strapazen der Projektphasen auf sich nehmen.

Erleben kann man den 30-jährigen neuen Dirigenten, der aus Marsberg stammt und in Detmold studiert hat, allerdings erst beim Jubiläumskonzert am 21. Juli im Kraftwerk, mit dem WINDPHONICS auch den diesjährigen Ferienzauber eröffnet. Beim Jubiläumsabend liegt die musikalische Leitung in den Händen von Hannes Schlaich. Er ist einer der selbst dirigierenden Mitspieler des Orchesters. Gleich drei davon hat WINDPHONICS – auch dass ein Indikator dafür, was für ein besonderes Orchester sich hier entwickelt hat.

Info: Das Konzert im Festsaal der Gymnasien (AMG) beginnt um 19.30 Uhr. Der Eintritt ist frei. Das Jubiläumskonzert findet am 21. Juli im Kraftwerk statt – es ist zugleich die Eröffnung des Ferienzaubers 2016.

(Pressebericht NRWZ, 06.06.2016)

Rottweil. Das junge sinfonische Blasorchester Windphonics feiert sein zehnjähriges Bestehen. Die Bilanz ist beeindruckend, die Entwicklung enorm – von einer ehrgeizigen Vision zu einer großen Plattform für gemeinsames Musizieren.

Windphonics bringt mit den besten jungen Bläsern der Region anspruchsvolle Literatur auf die Bühne, brilliert bei Auftritten in Italien und China, arbeitet mit renommierten Dirigenten zusammen und wagt immer wieder neue musikalische Wege.

Simon Busch, begeisterter Trompetenspieler und einer der vier Initiatoren des Projekts, erinnert sich an die Anfänge: "Der Reiz, etwas Eigenes zu kreieren, war groß." Organisatorische und finanzielle Unterstützung haben die jungen Orchestergründer von der Musikschule bekommen. "Der damalige Schulleiter Michael Bayer hat uns sein vollstes Vertrauen geschenkt", sagt Busch. Bayer selbst spricht von einem mutigen Abenteuer. Und: Für die Entscheidung habe er damals gewisse Zeit gebraucht. "Aber dahinter stand so viel Begeisterung! Und Begeisterung darf man ja nicht im Keim ersticken, sie muss man fördern", ist er überzeugt. Windphonics ist dann als Projekt an die Musikschule gekoppelt worden, die auch heute das organisatorische Dach bietet.

"Am Anfang hat niemand gewusst, ob hier etwas Langfristiges entsteht", erzählt Jochen Hofer. Er ist ebenso wie Simon Busch ein Mann der ersten Stunde und hat inzwischen die organisatorische Leitung der Windphonics übernommen. "Die Resonanz und der Zuspruch waren dann aber wirklich von Anfang an groß", erinnert sich Hofer. Bereits der Premierenauftritt mit Robert Kopf als Dirigent sei ein großer Erfolg gewesen. Und schnell habe sich eine ganz besondere Musikergemeinschaft gebildet – parallel zu anderen Vereinen und Orchestern der Region.

Die neue Formation hätten viele Vereine anfangs mit Skepsis beobachtet, weiß Michael Bayer. Doch die anfänglichen Sorgen hätten sich schnell aufgelöst. Auch Gabriele Hammen, Leiterin der Musikschule, gibt Bayer recht: "Es ist ein Miteinander entstanden, von dem heute alle profitieren."

Bereicherung statt Konkurrenz

Windphonics sei keine Konkurrenz, sondern eine Bereicherung für die musikalische Landschaft in der Region, erklärt Busch. Ambitionierte Nachwuchsmusiker könnten im Ensemble neue Literatur spielen und neue musikalische Erfahrungen sammeln und als Multiplikatoren in ihre Vereine und Orchester zurückkehren, sagt er. Busch ist sicher: Windphonics ist eine tolle Werbung für Blasmusik. Jedes Konzert wird an mehreren Probenwochenenden vorbereitet. "Es ist eine sehr intensive Zeit, die viel Konzentration abverlangt", erläutert Hofer. Talentierte Dirigenten bringen bei den Proben neue Impulse ein.

In den ersten sieben Jahren war es Robert Kopf, seit 2014 wird für jede Arbeitsphase ein neuer Dirigent eingeladen. Johannes Nikol aus Deilingen und Tobias Mahl aus Mannheim folgt in diesem Jahr Pietro Sarno, Musikdirektor des Stadtorchesters Friedrichshafen. Momentan laufen die Vorbereitungen zum Jubiläumskonzert am 21. Juli im Kraftwerk beim Ferienzauber.

Einen musikalischen Vorgeschmack bietet das Orchester beim Jubiläumsabend am 11. Juni. Ab 19.30 Uhr wird im Festsaal der Gymnasien gefeiert. Der Eintritt ist frei.

(Pressebericht Schwarzwälder-Bote, 06.06.2016)

Rottweil (alf). Das Projektorchester "Windphonics", dem 73 junge Musiker aus der Region Rottweil/Tuttlingen angehören, sorgte in der Rottweiler Stadthalle mit einem ausgefallenen Konzertprogramm für einen Hörgenuss überaus hoher Güte. Mehrere Minuten lang durften die Musiker nach dem Konzert den tosenden Beifall und die stehenden Ovationen der begeisterten Besucher auf der Bühne genießen. Die Leitung beim Jahreskonzert lag in den Händen des erfahrenen und engagiert auftretenden Dirigenten Tobias Wahl.

Im nächsten Jahr feiert das Orchester sein zehnjähriges Bestehen. Das 2006 gegründete Ensemble, das sich zum Ziel gesetzt hat, anspruchsvolle Literatur der sinfonischen Blasmusik in einer entsprechenden Qualität und in einer breiten Instrumentierung zu Gehör zu bringen, erfüllte voll und ganz die Erwartungen und knüpfte an die Erfolge der vergangenen Jahre an. Die "Windphonics" überzeugten mit Virtuosität in sämtlichen Registern, mit homogenem Klang und Präzision bei den Einsätzen. Kein Wunder, besteht das Orchester doch aus zahlreichen Preisträgern des Wettbewerbs "Jugend musiziert", vielen Studenten und Absolventen der Musikhochschulen Baden-Württembergs sowie talentierten Nachwuchs- und Laienmusikern aus der näheren Umgebung.

Dirigent und Musikpädagoge Tobias Mahl, der an der Mannheimer Musikschule drei Blasorchester leitet und als anerkannter Dozent arbeitet, hatte die "Windphonics" in zwei Probewochenenden auf dieses Konzert vorbereitet. Maßgebliche Arbeit leisteten zuvor die Leiter der Registerproben.

Das Konzert bot eine Auswahl von Blasmusikwerken großer Komponisten. Mahl stellte die Musikstücke anfangs kurz vor. Im ersten Teil präsentierte das Projektorchester mehrere Klassiker der sinfonischen Blasmusik. Dazu zählte die "Ouvertüre für Harmoniemusik Op. 24" von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Aus dem Bereich der Militärmusik war danach die "First Suite in Eb Op. 28" von Gustav Holst zu hören. Aus der Feder von Richard Wagner, der nur drei Werke für Blasmusik komponierte, stammten die nächsten Stücke: die "Trauermusik" sowie der "Huldigungsmarsch".

Der zweite Part enthielt moderne amerikanische Kompositionen. Zum Höhepunkt des Konzertes erklärte der Dirigent das Werk "Give us this day" des amerikanischen Komponisten David Maslanka, in dem dieser mit vielerlei musikalischen Stilmitteln menschliche Gefühle beschreibt. Nach dem "Children's March: Over the hills and far away" von Percy Aldrige Grainger folgte zum Finale die "Candide Suite" in fünf Sätzen von Leonard Bernstein. Erst nach zwei Zugaben ("Zapfenstreich Nr. 2" von Beethoven) und dem "Soul Bossa Nova" von Quincy Jones verließen die Musiker die Bühne.

(Pressebericht Schwarzwälder-Bote, 16.06.2015)